George Tabori
auf der Bühne
Als Glücksfall für das deutschsprachige Theater wird die künstlerische Aktivität von George Tabori heute eingeschätzt. Die Verlegerin Maria Sommer, die sich bereits seit Ende der 40er Jahre für die künstlerische Arbeit Taboris engagierte, äußerte 1989 in einem Interview:
Jemand Erfolgreicheren als ihn kann man
heute im deutschsprachigen Theater wohl kaum finden, wenn man
davon ausgeht, daß Erfolg gleichzusetzen ist mit Anerkennung,
Bestätigung von außen.
Ur- und Erstaufführungen von George Tabori
Die Kannibalen
Erstaufführung: 13.12.1969, Schiller-Theater-Werkstatt, Berlin
(Regie: Martin Fried und George Tabori)
Pinkville
Erstaufführung: 24.8.1971, Dreieinigkeitskirche, Berlin
Clowns
Uraufführung: 2.5.1972, Zimmertheater, Tübingen
Die Demonstration
Uraufführung: 1972, Akademie der Künste, Berlin
Sigmunds Freude (nach und mit
Protokollen des Gestalttherapeuten F. S. Perls')
Uraufführung: 28.11.1975, Theater der Freien Hansestadt,
Studiobühne Concordia, Bremen
Talk Show
Uraufführung: 23.10.1976, Theater der Freien
Hansestadt, Theaterlabor im Concordia, Bremen
Verwandlungen (Improvisationen
nach F. Kafka)
Uraufführung: 23.2.1977, Kammerspiele Werkraumtheater, München
Die Hungerkünstler (frei nach
F. Kafkas Erzählung Ein Hungerkünstler)
Uraufführung: 10.6.1977, Theater der Freien Hansestadt,
Theaterlabor im Concordia, Bremen
Ich wollte meine Tochter läge tot zu
meinen Füssen und hätte die Juwelen in den Ohren
(Improvisationen über Shakespeares Shylock)
Premiere: 19.11.1978, Kammerspiele, Keller in der Knöbelstraße,
München
Mutters Courage
Uraufführung: 17.5.1979, Kammerspiele, Theater in der
Reitmoorstraße, München
Der Voyeur
Uraufführung: 15.5.1982, Spiegelzelt, Berliner
Festwochen
Jubiläum
Uraufführung: 31.1.1983, Schauspielhaus, Bochum
Peepshow (Eine Einführung)
Uraufführung: 6.4.1984, Schauspielhaus, Bochum
M (nach Euripides unter
Benutzung der Medea-Übertragung von E. Buschor und Teilen
aus dem Stück Nachricht vom Grottenolm von P. Radtke)
Uraufführung: 3.1.1985, Kammerspiele Werkraumtheater, München
Stammheim (Epilog zu R. Hauffs
Film Stammheim)
Premiere: 31.1.1986, Kapnagelfabrik, Hamburg
Mein Kampf (Farce)
Uraufführung: 6.5.1987, Akademietheater, Wien
Masada (nach Der Jüdische
Krieg von F. Josephus)
Uraufführung: 25.10.1988, Graz, Erstvorstellung: 7.11.1988 im
Theater 'Der Kreis', Wien
(Bearbeitung von George Tabori und Ursula Voss)
Weisman und Rotgesicht (Ein
jüdischer Western)
Uraufführung: 23.3.1990, Akademietheater, Wien (Regie: George
Tabori und Martin Fried)
Der Babylon Blues oder wie man
glücklich wird, ohne sich zu verausgaben
Uraufführung: 12.4.1991, Burgtheater, Wien
Goldberg-Variationen
Uraufführung: 22.6.1991, Akademietheater, Wien
Nathans Tod (nach G. E.
Lessing)
Uraufführung: 14.11.1991 anläßlich des Niedersächsischen
Festivals, Wolfenbüttel; Erstaufführung: 24.11.1991,
Residenztheater, München
Unruhige Träume (nach F.
Kafka)
Uraufführung: 29.4.1992, Burgtheater Probebühne, Wien
Der Grossinquisitor (nach
Dostojewskis Die Brüder Karamasow)
Urauff.: 8.10.1992, Centro Andaluz de Teatro, Sevilla, Erstauff.:
29.1.1993, Residenztheater, München
Requiem für einen
Spion
Uraufführung: 17.6.1993, Akademietheater, Wien
Die 25. Stunde
Erstaufführung: 13.2.1994, Akademietheater, Wien
Die Massenmörderin und ihre Freunde
Uraufführung: 11.6.1995, Akademietheater, Wien
Die Ballade vom Wiener Schnitzel
Uraufführung: 29.3.1996, Akademietheater, Wien
Letzte Nacht im September
Uraufführung: 10.1.1997, Akademietheater, Wien
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